Montag, 23. August 2010

Zusammenbruch

Wünsche.
Hoffnungen.
Wenn mal wieder alle möglichen und unmöglichen davon zusammenbrechen. Wenn es wieder einmal funktioniert, dass (augenscheinlich) nichts so recht funktionieren mag, weil alles, worauf ich mich freute nach und nach in sich zusammenfällt, frage ich mich - wie jetzt.
Eine Variante ist dieses kaputte "smile smile smile and everything will be okay"
Nope. Unsinn.
Genauso wenig stimmt die Depression a la "Es funktioniert gar nichts".
Nope. Unsinn.

All zu leicht in eins von beiden zu verfallen. Einfach ablenken, oder wahnsinnig werden.

Es gibt noch ein Gesicht, das weder darüber lacht, noch weint.

Life goes on.

Es ist doch nur das Klammern an einen bestimmten Ausgang, das ins Unglück und/oder Wahnsinn treibt.

Er ist unbestimmt. Immer.

Dennoch spüre ich wie der Drang in eins von beidem zu verfallen wirklich größer und größer wird. Wegrennen ist beides.

Wohin also.?

Le bleu du ciel / Georges Bataille

Szene daraus eben noch am Anfang:


"Oh, oh! Ich werde verrückt … ich werde … Nein, nein, ich werde schon mit meiner Geschichte fertig … Meine Mutter, die rührte sich nicht … ihre Röcke wehten im Luftzug … ihre weiten Röcke … wie eine Tote … rührte sie sich nicht mehr … man hat sie aufgehoben, um sie ins Bett zu legen … da fing sie an zu kotzen … sie war total betrunken … kurz zuvor hatte man noch nichts davon bemerkt … diese Frau … man hätte sie für eine Dogge halten können … war furchterregend …"
Beschämt sagte ich zu Dirty:
"Ich möchte vor dir zu Füßen liegen wie sie vor dir."
"Mußt du auch kotzen?" fragte Dirty ohne zu lachen. Sie fuhr mir mit der Zunge in den Mund.
"Vielleicht."


ah ich liebe es jetzt schon. Wenn man bedenkt, dass das Manuskript von 1935 ist %)
Seine eigenen Worte waren mehr oder weniger, dass ihm selbst das Buch zu heftig ist und er es deshalb nach dem Manuskript lieber wieder vergessen wollt. 

Sonntag, 22. August 2010

Freundlichkeit

Wenn wir anfangen, allem, was wir fühlen, mit einer gewissen Freundlichkeit zu begegnen, schmilzt unser Schutzpanzer, und wir erleben, dass wir mit immer mehr Bereichen unseres Lebens tatsächlich umgehen können. Während wir lernen, Mitgefühl mit uns selbst zu empfinden, wächst auch der Horizont unseres Mitgefühls für andere. (pc)

Kann aus eigener Erfahrung sagen. Ja. Genau. ^^

crash

dont crash
meet the inner child
calm it down 

cheer it up
feel its sorrow
enjoy the pain
and bear the pleasure


<3

Donnerstag, 19. August 2010

Zugfahren

Ich wurde durch einen Post auf Youtube an so gewisse Zugfahrten erinnert, die mir früher mit ziemlicher Regelmäßigkeit widerfuhren.

http://www.youtube.com/watch?v=qseYEE51Otk

Der Schaffner hier klingt 1:1 wie jemand, den ich auf einer Fahrt von Dresden nach FFM erleben durfte. Bis Leipzig versuchte er uns seine komplette Lebensgeschichte nahe zu bringen. Es war seine erste Fahrt. Es war früh. Alle wollten noch etwas dösen. Sichtlich begeistert schien davon wirklich niemand. Immer, wenn er kurz aufhörte ging ein erleichtertes Raunen durch den ganzen Zug. Weit gefehlt. 1 Stunde - bis Leipzig. Durchhaltevermögen hatte er!
Das schöne an der ganzen Sache war allerdings dann vor allem - nach all den Informationen, die man gar nicht hören wollte - ein gemeinsames Übel schweißt zusammen. Ich habe selten so einen Zug erlebt. Alle sprachen mit allen, freuten sich, lachten, weinten. Krass. Es war herrlich. Fast schon eine Party. Ist man ja nun in deutschen Zügen sonst nicht gewohnt :-) Herrlich. Ich kam wirklich selten so entspannt und glücklich am Bahnhof an mit so vielen netten Bekanntschaften, die beim Einsteigen alle noch grimmig drein schauten.
Also, wer immer er war:
Danke dir Zugbegleiter!

Einen ähnlichen Ausgang hatte ich in einer etwas brenzligeren Situation.
Mitten im Nirgendwo - in Brandenburg - Wald drumrum - ruckte es - ein lauter Knall - Stop.
Einige Minuten vergingen. Zumindest brannte nichts und der Zug stand noch gerade, wo wir saßen.
Plötzlich kam ein schreiender, blutüberströmter, mit Glassplittern bedeckter Zugführer an uns vorbeigrannt in den hinteren Teil des Zuges und die gleichzeitige Durchsage, man möge sich keine Sorgen machen und nicht in Panik verfallen. Nunja - Handyempfang gab es dort sowieso keinen, Mitten in der Pampa, alles gut!
Wiedereinmal, auch wenn dieses mal der arme Zugführer leiden musste, brachte es alle so unglaublich zusammen und wir machten aus der Wartezeit wirklich einige der schönsten Zugstunden, die ich je erlebt habe. Von Panik keine Spur. Dem Zugführer ging es den Umständen entsprechend auch gut :)

Es ist schön, wie sehr etwas schlimmes, wo man gemeinsam feststeckt zusammenschweissen kann. Wie nicht nur gute Erlebnisse, sondern auch vor allem die Schlechten einprägsam gut werden können. Wie sie - untrennbar zusammengehören.

:-)

Hoffnung #4

Hoffnung ist leichter zu erlangen, als mir lieb ist. Die Hoffnung beispielsweise, die am Anfang eines Kennenlernens in den Worten beider keimt. Die Hoffnung dort, dass die Worte nicht nur den Moment beschreiben, sondern die Zukunft. Dass sie sagen - es bleibt so - das ist wahr - die Zukunft ist sicher!
Selbst zu wissen, dass es nicht so ist, es Aussagen des Momentes sind und nicht die Frage zählt "bist du morgen noch da?" sondern "wunderbar, du bist immernoch da!" - das eigentliche Verlieben jeden Tag auf's Neue mag diese Hoffnung nicht ersticken, sondern sie wächst und gedeiht in all Ihrer klammernden Blüte. Mit jedem Tag im Umklammern der Sicherheit wird es schwerer und schwerer an ein Loslassen zu denken.
Aus der einst so lockeren freundlichen Herangehensweise wird ein Krampf. Es ist fast so, als würde es ein Schlauch voll Wasser sein und die Umklammerung verstopft ihn nach und nach, bis er gar aufhört zu fließen - nur ein Loslassen würd ihn wieder fließen lassen, doch wie schwer das ist.

Ich klammere mich an Hoffnung, nicht an Menschen. Hoffnung, es würde alles anders, die Zukunft würde...
Aber es ist die Zukunft.
Das Glück liegt nur im Hier und Jetzt.
Eine Garantie, dass das Morgen besser wird kann niemand geben. Es kann so viel schlechter sein und aus der Angst darum entsteht schon eine Paranoia. Umso stärker die Umarmung, desto mehr wächst sie heran.

Verlangen ist keine Liebe. Verlangen nach jemandem. Verlangen, dass jemand sich auf eine bestimmte Art verhält. Verlangen nach Aufmerksamkeit. Verlangen nach Verständnis. Alle Verlangen sind genau das - Verlangen. Nicht mehr.

Das ist Loslassen.

Es ist nicht einmal eine neue Erkenntnis.

grah

Would have loved seeing The Eels and Massive Attack finally. Hmz. Aww fuck it.

http://www.youtube.com/watch?v=XIX0ZDqDljA

Mittwoch, 18. August 2010

starting to work

is harder than I initially thought. Better taking this slowly. But at least step by step my concentration comes back to me. And goes again. Strange thing. Still need to find a way to integrate this "concentrate on the moment" stuff into working fluently again.
That's just the point. Got that working before. Should be doable again.
Fun thing for me right now is:
There are about 2 types of work here.
One is someone asking me a question, or needs a fix done. No Prob. Easy one. Can do that. Not even a problem concentrating here.
Other one is starting off something big new. That does not seem to work as good yet. Needs more brainpower I suppose to solve a complex problem from the beginning. Hm.
Probably it is not the "new" thing at all, but the big. Solving something "if it can be done and how" is much easier for me for ages now. I can remember that. When i know, how to do something, it is not as interesting anymore. Probably the tiger sleeps here somewhere. Aww :)
But I do have some mind-tricks to do still, which should work out for getting things done. Splitting it up into the smallest parts and doing them should probably get this going again.

Hoffnung #3

Ich las soeben einen wirklich interessanten Quote:

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die
Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
- Vaclav Havel -


Ob das, was er beschreibt wirklich als "Hoffnung" wie sie im allgemeinen Sinne - also das Wort - benutzt wird beschrieben werden kann finde ich debattierbar. Allerdings ist die Intention, wenn es denn diese hinter Hoffnung ist, eine Gute.
Es ändert in gewissem Umfang den Blick auf dieses Wort und richtet vor allem den Blick weg von der "guten Zukunft". Wunderschön :)
Das ist das Dumme an Wörtern. Sprache ist so enorm interpretierbar. Ein anderer Raum, ein anderer Kontext und schon ergeben eine ganze Menge Sätze keinerlei Sinn mehr, oder verwirren enorm. Eigentlich lässt sich jede Aussage durch die Änderung des Kontext komplett auflösen. Politiker machen das ja nun gern :) Anstrengend!


Der Satz sagt auch eine wichtige Sache. Hoffnungslosigkeit heisst wirklich nicht, den Blick auf den Sinn zu verlieren. Es heisst nicht, alles für sinnlos zu erachten und deswegen nichts mehr zu tun, oder einen Weg nicht mehr zu verfolgen. Vielmehr kann es augenöffnend sein. Manchmal ist ein stetiges in Frage stellen hilfreich - ein andermal - ein stures Verfolgen. Doch ich glaube, selbst die stursten Menschen stellen ihre Taten zumindest für einen Moment auf das Tablett der Frage und naschen einfach wieder davon. Es heisst vor allem nicht, untätig zu sein. 
Wie hier beschrieben - es geht nicht um den Ausgang. Das heisst, die Tat gerade ist nicht Sinnlos. Hoffnung beschreibt aber doch meist den Ausgang. Und darum geht es. Der Sinn liegt im Hier und Jetzt es zu tun. Da liegt doch ein sehr großer Unterschied in der Wahrnehmung, glaube ich.

another day

When going to sleep at midnight punctual - well at least turning off the mac and going upstairs it does happen very frequently, that i wake up at 8am. No clock set. Just that. Punctual. Scary inner clock :-)
Fun part is, this does not work at all, when going to bed earlier or later. There must be some weird thing to it. Going to research that one further.

Other than that, I decided to start working at least half time again. One day or the other i'll have to nevertheless. Just one big change here. I'll make up the days i will be working and only exactly work on those days - no exceptions. And be "lonely" on the others. Gonna try that one out. Sounds like it might just work much better than the previous approach. Interleaving work with free time sounds nice, but also fucks up my mind by making work a way to overcome those bored situations. Well - there is always work to do - so you'll never be bored. But point is - i was not bored at all the last days. Not even a bit. Worth a try.

Dienstag, 17. August 2010

am rande

ein neues eels album \o/

http://www.youtube.com/watch?v=wzW4HsGWjQA

was man nicht so alles nebenbei mitbekommt zufällig

Montag, 16. August 2010

Meditation

Ich beginne zu verstehen, was es mit dem Loslassen beim Meditieren wirklich auf sich hat und wo ich so oft falsch abgebogen bin. Sehr interessant. Tatsächlich anstrengend und gleichzeitig befreiend. :)

Hoffnung #2

Nicht-Theismus bedeutet, schliesslich einzusehen, dass es kein Kindermädchen gibt, auf das man sich verlassen könnte. So ist nun mal das leben. Das ist die Wahrheit, und die Wahrheit ist unbequem.
Für diejenigen, die sich an etwas festhalten wollen, ist das Leben sogar noch unbequemer. Von dieser Warte aus betrachtet, gleicht der Theismus einer Sucht. Wir alle sind süchtig nach Hoffnung - der Hoffnung, dass der Zweifel sich lichtet und das Geheimnis gelöst wird. Diese Sucht hat schmerzliche Auswirkungen auf die Gesellschaft: Eine Gesellschaft, die sich aus Menschen zusammensetzt, die alle unbedingt festen Boden unter die Füße bekommen wollen, ist kein sehr mitfühlender Ort. (p.c.)

Kann ich so unterschreiben.
Vielleicht erinnert sich noch jemand an die Parodien der Vorstadtidylle. Die christliche gesetzte mit beiden Beinen auf dem Boden. Alles perfekt, alles Schein, alles ohne Mitgefühl. Mich erinnert es genau an diese Worte.
Und an etwas anderes - Ärzte ohne Grenzen zb. Hilfe in Kriegsgebieten.
Bodenlos.

--
Die monastischen Regeln des Buddhismus, die den Verzicht auf Alkohol, Sex und so weiter verlangen, sagen nicht, dass diese Dinge an und für sich schlecht oder amoralisch sind, sondern dass wir sie als Krücken missbrauchen. Wir benutzen sie als Ausflüchte, wir benutzen sie, um uns zu trösten und abzulenken. Tatsächlich entsagen wir aber der hartnäckigen Hoffnung, dass wir von uns selbst erlöst werden könnten. Entsagung ist eine Übung, die uns dazu inspiriert, jedes Mal, wenn wir uns wieder an etwas klammern wollen - weil wir uns nicht trauen der Realität ins Gesicht zu schauen - nachzuforschen, was eigentlich genau vorgeht. (p.c.)

Ich habe vor vielen Jahren ein Jahr solch einer Entsagung in vielen Bereichen gemacht. Es war wirklich sehr hart, aber es hat mich tatsächlich weiter gebracht, weil die Ablenkung fehlte und ich mich tatsächlich mit mir selbst beschäftigt habe. Mittlerweile erkenne ich, wie zerbrechlich diese Erkenntnis sein kann.

Sonntag, 15. August 2010

Hoffnung

Ohne die Hoffnung aufzugeben, dass es irgendwo besser ist oder dass man selbst irgendwie besser sein könnte, werden wir niemals gelassen akzeptieren, wo wir sind und wer wir sind.

Eine Sache, die mir enorm wichtig erscheint hier:
Loslassen als solches ist nicht dasselbe wie Weglaufen, jedoch habe ich den Verdacht, dass es sich sehr ähnlich anfühlen kann. Daher predigt der Buddhismus hier (nehme ich an) ein Stehen bleiben.
Das ergibt so durchaus Sinn.

Ich erkenne mehr und mehr, dass Hoffnung etwas anderes ist, als Optimismus. Hoffnung auf etwas besseres ist, etwas anderes, als zu sagen, es wird alles gut. Optimismus heisst nicht, es wäre jetzt nicht gut. Da war ein Knoten in meinem Kopf, der nicht verstand, wie ich die Hoffnung aufgeben soll, wenn ich doch so optimistisch an die Zukunft denke und das nicht für falsch halte, weil ich dabei nicht nur positiv denke, sondern mehr als "wird schon, irgendwie". Hoffnung als solches aber als einen Traum, ein Traum, der mir verhindert im Jetzt das Hier zu erkennen und zu lieben ist allerdings nicht so frei. Optimismus lässt mich loslassen von der Zukunft. Pessimismus kann dies auch erreichen "wird eh scheisse, also egal". Hoffnung als ein Hindernis.
Es ist immer Hoffnung.
Aber vielleicht ist es dann gut, sich nicht so sehr daran zu klammern, wie so gern gepredigt wird?
Noch nicht aufgelöst der Knoten - nicht ganz.

smth for my mind

Es ist ein Trauerspiel, wie perfekt wir uns irgendwann darauf verstehen, uns selbst und anderen Schmerzen zuzufügen.

Statt gegen die Verwirrung zu kämpfen, können wir ihr begegnen und uns entspannen.
Inmitten des schrecklichsten Szenarios, des negativsten Selbstbildes, inmitten all unserer strengen Selbstverurteilungen ist immer auch offener Raum vorhanden.

Gemeint ist zum Beispiel die Geduld, uns nicht schon beim kleinsten Schimmer von Langeweile sofort nach Unterhaltung umzusehen. Es ist die Übung, nicht augenblicklich den Raum voll zu stopfen, sobald sich auch nur die kleinste Lücke auftut.

Zurückhaltung ist die Methode, mit der wir das Wesen unserer Rastlosigkeit und Angst erkennen lernen können; mit ihr lassen wir uns in der Bodenlosigkeit nieder. Wenn wir, sobald sich eine Lücke ergibt, augenblicklich wieder nach Ablenkung greifen, indem wir reden, handeln oder denken, werden wir uns niemals entspannen können. Wir werden ständig durch unser Leben rasen. Wir werden immer mit dem zu kämpfen haben, was mein Großvater "einen gewaltigen Bammel" zu nennen pflegte. Zurückhaltung ist ein Weg, sich mit sich selbst anzufreunden. Wir können endlich anfangen, mit dem ins Reine zu kommen, was unter all unserem Zappeln, Rülpsen und Furzen versteckt ist, mit all dem Zeug, das als Verkrampftheit, manipulatives Verhalten oder was auch immer zum Vorschein kommt. Unter all diesem Mist findet sich etwas ganz Weiches, ganz Zartes, das wir gewöhnlich als Furcht oder Gereiztheit erleben.

Geistiges Wohlbefinden gleicht einem Bergsee mit siller ungekräuselter Oberfläche. Ist die Oberfläche glatt, kann man alles in diesem Bergsee sehen. Ist das Wasser aufgewühlt, kann man nichts sehen. Der stille, ruhige Bergsee ist ein Bild für unseren gelassenen Geist, der so voll ist von grenzenloser Freundlichkeit gegenüber all dem Müll auf seinem Grund, dass wir uns nicht mehr genötigt fühlen, seine Oberfläche aufzuwühlen, um nicht sehen zu müssen, was ist.

- frei nach pema chödron

Lassen wir Gedanken winzig, so bleiben sie winzig.

Samstag, 14. August 2010

etwas für meine Wand

Nur in dem Maße, in dem wir uns wieder und wieder der Vernichtung anheim geben, können wir das Unzerstörbare in uns entdecken.

Wenn du dich dann mit dir selbst angefreundet hast, erscheinen auch die äußeren Umstände in einem freundlicherem Licht.

Es geht nicht darum an einen Ort zu kommen, an dem endlich alles vollkommen ist.

Tatsächlich ist es genau dieses Denken, dass uns im Elend gefangen hält.

Die erste Wahrheit des Buddha besagt, dass Leiden für uns Menschen so lange unvermeidlich ist, wie wir glauben, die Dinge seien dauerhaft, sie würden sich nicht auflösen und wir könnten uns in unserem Hunger nach Sicherheit auf sie verlassen.

Von diesem Standpunkt aus gibt es nur eine Möglichkeit für uns zu erkennen, was tatsächlich los ist:
Wenn uns der Teppich unter den Füßen weggezogen wird und wir keinen Haltegriff mehr finden.
Diese Situation können wir entweder nutzen, um wach zu werden oder um uns einzuschläfern.

Es geht nicht darum zu kämpfen.

Es geht darum, alles loszulassen.

- bis hier frei nach pema chödrön

Es ist interessant, wie ich die Worte anders geschrieben schon kannte. Sie schon dachte verstanden zu haben und sie doch in Vergessenheit geraten können. Wie sehr die Mauern und die Täuschungen, die mein Selbstbild aufrecht erhalten gegen eine Erkenntnis spielen können. Keine Schuld, aber nicht in Glück und Vollkommenheit allein liegt die Wahrheit derer Zerbrechlichkeit.

Seit Jahren versuche ich, mir wieder einen Rückzugsort zu schaffen, wie ich ihn früher hatte. Der Einsiedler, allein. Der sich in seine Höhle zurückzieht und dort vollkommen geschützt ist. Der in dieser Höhle unangreifbar ist und ihm kann nichts schaden.
Seit Jahren gelingt es mir nicht.
So sehr ich es versuch, so sehr ich daran denk, versuche ich stärker auszubrechen und ich beginne zu verstehen nicht nur Warum, sondern, dass es großartig ist.

Es ist der Beginn, den Rückzugsort aufzugeben und die Ungewissheit Willkommen zu heissen.

Gemeinsam

Wir sind alle allein.
Jeder für sich.
In jedem Moment.
Und doch haben wir immer uns.

Das Wir, glaube ich, ist eine Illusion des Geistes.
Existiert es nur für den Moment?
Oder ist es allgegenwärtig und doch nur ein Traum?

Gemeinsam einsam.

Nur durch das Lossagen von den Fesseln des zwanghaft Gemeinsamen kann ein wahres Wir entstehen.

Freitag, 13. August 2010

Aufheiterung

Ich bin dankbar für alle Freunde, die mir helfen und es etwas einfacher machen. Freunde, die es mir aber, wie ich merke auch leichter machen, mich vor mir zu verstecken. Es ist fast, als würde ich ich selbst werden und gleichzeitig jemand anders, als würde ich aufwachen und gleichzeitig einschlafen.
Ich, der versucht vor sich selbst zu fliehen, möcht' mich festhalten, innehalten, um mich tiefer mit mir beschäftigen zu können. Doch merke ich, wie stark diese Angewohnheit des Ablenkens ist.
Einerseits gut. Hilft sie doch dabei, nicht verrückt zu werden. Dafür ist's schon reichlich spät.
Andererseits fällt mir dabei auf, wie sehr die Umwelt Einfluss auf mein Ich doch haben kann, wenn ich es nur genügend zulass' - sei es einfach, weil mein Stolz gebrochen ist.
Ob das gut ist?

smoke

Smoking Barrels.
No.
Not really.

I do cough a lot in the last days.
Today it started, that it turned worse and i feel like puking sometimes.
Probably just because i do eat near to nothing.

Still.
Maybe.
No.
Really.
I want to stop.
The last time i really smoked way too much.

Just hope my stupid brainfuck, which seems to "want to die" does not get it's way, cause in reality:

I don't.

Bad timing for stopping.

But isn't it always?

Donnerstag, 12. August 2010

trying to do the right thing

and doing the worst.

by trying to do the right thing in times of fear.
in times of me, myself being unsure about what to do.
in times, when there are so much possibilities
and so much fear, that the other one might not like them
the other one seemingly being obsessed with things she already does

a fear arised: better not tell.

but that is the worst.
the worst of all, withdrawing the thoughts into the cave of my own mind

just say it
just do it

i know by now.
i knew back then.

strange though, how fear can affect action so very much
how it can affect it so that the real action is just the bad thing to do even though it is meant to be the good one.
how can it be?
i never have to do something, cause i think it is the right thing.
there is another option, when someone is involved.

ask.

and find out.

today

perseiden <3

cloudy :(

why! oh why!

i need an anti-rain-dance type of thing. something like that.

why

Why to start a blog.
Actually i always thought i needed to host it myself. Unsure about that. It is made for myself and public nevertheless, so it can actually be in public anyway. Leaves more time to actually do it, than to work on technical insignificance.
But that is not the why.
Why is - i want to tell something. Not only myself, but speak up in a way. I used to do it to other people alone and to be fair: It is not the way to send big massive thoughts out to people, so they actually need to read them, or feel bad if they do not.
This way i can do that and still. No one ever needs to read it. Just a way of telling myself, of reminding myself that there is a time to speak to other people and there is not.
Writing can cure. Speaking too.
Sometimes it is though better, to just do it, when it is turning into quite a mess.
I am unsure about how to start, cause my energy just whipped out again, but it'll come back.

One day i can cure the weird stuff happening inside myself.
Not today i believe.

I do want to do the things i believe in.
I want to stop critizising myself and start changing.
It is by now sometimes still the case that i hate something i do, but still do it. As if, i can not stop, though I know I do not want to do that. That is very strange and i still do not understand it.
Some answer I am seeking, cause I truly believe it is not character, but something I got wrong at some point. Just don't know yet.