Ich las soeben einen wirklich interessanten Quote:
Hoffnung ist nicht die Überzeugung, dass etwas gut ausgeht, sondern die
Gewissheit, dass etwas einen Sinn hat, egal wie es ausgeht.
- Vaclav Havel -
Ob das, was er beschreibt wirklich als "Hoffnung" wie sie im allgemeinen Sinne - also das Wort - benutzt wird beschrieben werden kann finde ich debattierbar. Allerdings ist die Intention, wenn es denn diese hinter Hoffnung ist, eine Gute.
Es ändert in gewissem Umfang den Blick auf dieses Wort und richtet vor allem den Blick weg von der "guten Zukunft". Wunderschön :)
Das ist das Dumme an Wörtern. Sprache ist so enorm interpretierbar. Ein anderer Raum, ein anderer Kontext und schon ergeben eine ganze Menge Sätze keinerlei Sinn mehr, oder verwirren enorm. Eigentlich lässt sich jede Aussage durch die Änderung des Kontext komplett auflösen. Politiker machen das ja nun gern :) Anstrengend!
Der Satz sagt auch eine wichtige Sache. Hoffnungslosigkeit heisst wirklich nicht, den Blick auf den Sinn zu verlieren. Es heisst nicht, alles für sinnlos zu erachten und deswegen nichts mehr zu tun, oder einen Weg nicht mehr zu verfolgen. Vielmehr kann es augenöffnend sein. Manchmal ist ein stetiges in Frage stellen hilfreich - ein andermal - ein stures Verfolgen. Doch ich glaube, selbst die stursten Menschen stellen ihre Taten zumindest für einen Moment auf das Tablett der Frage und naschen einfach wieder davon. Es heisst vor allem nicht, untätig zu sein.
Wie hier beschrieben - es geht nicht um den Ausgang. Das heisst, die Tat gerade ist nicht Sinnlos. Hoffnung beschreibt aber doch meist den Ausgang. Und darum geht es. Der Sinn liegt im Hier und Jetzt es zu tun. Da liegt doch ein sehr großer Unterschied in der Wahrnehmung, glaube ich.
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